Asiatische Hornisse breitet sich weiter aus – CDU-Abgeordnete begrüßen zusätzliche Mittel und fordern langfristige Bekämpfungsstrategie
Landtagsanfrage der Abgeordneten Dr. Michael Preusch und Albrecht Stickel zeigt weiterhin hohen Handlungsbedarf – Imker und heimische Bienenbestände schützen
Die Asiatische Hornisse bleibt in Baden-Württemberg eine ernstzunehmende Herausforderung. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der beiden CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Michael Preusch (Eppingen) und Albrecht Stickel (Leonberg) hervor. Beide Abgeordnete sind selbst seit vielen Jahren begeisterte Imker und setzen sich für den Schutz der heimischen Bienenbestände ein.
Nach Informationen der Landesanstalt für Umweltschutz (LfU) wurden 2025 3.318 Nester der Asiatischen Hornisse in Baden-Württemberg gemeldet, bis September dieses Jahres waren es bereits 2.401. Da ein großer Teil der Nester erst nach dem Laubfall entdeckt wird, kann für 2026 kein Rückgang angenommen werden. Besorgniserregend sei zudem, dass im vergangenen Jahr weniger als die Hälfte der gemeldeten Nester beseitigt wurde.
Die beiden CDU-Abgeordneten begrüßen daher ausdrücklich die aktuelle Entscheidung des Ministeriums für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, die Förderung der Nestentfernung um weitere 70.000 Euro aufzustocken. Damit kann die Förderung von 200 Euro je entferntem Sekundärnest bis in den Spätherbst fortgeführt werden.
„Die zusätzlichen Mittel sind ein wichtiges und richtiges Signal. Sie zeigen, dass das Land die Bedrohung durch die Asiatische Hornisse ernst nimmt und die Imkerinnen und Imker bei der Bekämpfung unterstützt. Die Zahlen machen aber auch deutlich, dass wir bei unseren Anstrengungen nicht nachlassen dürfen. Entscheidend ist, dass möglichst viele Nester frühzeitig entdeckt und fachgerecht entfernt werden“, erklären Dr. Michael Preusch und Albrecht Stickel.
Insbesondere die Gefährdung der Honigbienenvölker und die möglichen wirtschaftlichen Folgen für die Imkerei und Landwirtschaft bereiten ihnen Sorge. Vor dem Hintergrund der möglichen Schäden an Wirtschaftsvölkern der Honigbiene fordern die beiden Politiker, das Thema Nestentfernung breiter aufzustellen, ggf. auch unter freiwilliger Einbindung der Feuerwehren. Aktuell finanziert das Land bereits Ausbildung und Material, um das Schadinsekt effektiver zu bekämpfen.
Erfreulich ist, auch das zeigt die Anfrage, dass die Honigernte in Baden-Württemberg mit fast 5.927.259 Kilogramm im Jahr 2026 so gut ausfiel wie zuletzt im Spitzenjahr 2020 nicht mehr. Die Anzahl der Völker je Imker blieb im Wesentlichen konstant. „Ohne Bienen keine Bestäubung und keine Ernte. Gerade der Obstbau ist auf Honig- und Wildbienen angewiesen. Deshalb müssen wir alles daransetzen, unsere heimischen Bestäuber wirksam zu schützen“, erklärt Dr. Michael Preusch MdL.