Reaktivierung der Zabergäubahn und Krebsbachtalbahn bleibt wichtiges Ziel – Priorisierung der Projekte weiterhin erforderlich
Der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Michael Preusch hat sich beim Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg nach dem aktuellen Stand der Reaktivierung von Bahnstrecken in seinem Wahlkreis erkundigt. „Die Reaktivierung der Zabergäubahn und der Krebsbachtalbahn bleibt ein zentrales Ziel der Landesregierung. Beide Vorhaben sind wichtige Bestandteile der Reaktivierungskonzeption des Landes Baden-Württemberg“, fasst der CDU-Landtagsabgeordnete die Antwort des Verkehrsministeriums zusammen.
„Mit der Freigabe von LuKIF-Mitteln ist es den Regierungsfraktionen gelungen, einen wichtigen Schritt für den weiteren Ausbau der Schieneninfrastruktur zu ermöglichen. Davon profitieren auch bedeutende Reaktivierungsprojekte wie die Zabergäubahn und die Krebsbachtalbahn“, erklärt Dr. Preusch.
Mit Blick auf die Zabergäubahn verweist das Ministerium darauf, dass weiterhin Abstimmungen zur Finanzierung des für die Reaktivierung erforderlichen Stellwerks in Lauffen laufen. Ungeachtet dieser offenen Fragen halten die Beteiligten unverändert an dem Ziel fest, den Baubeginn in der ersten Hälfte der 2030er-Jahre zu realisieren. Der Landtagsabgeordnete Dr. Preusch betont in diesem Zusammenhang, dass vor einem konkreten Baubeginn eine aktuelle Evaluation des Projekts erforderlich sei. „Angesichts der inzwischen veränderten Rahmenbedingungen, der zeitlichen Verzögerungen sowie des technischen Fortschritts im Nahverkehr ist es sinnvoll, das Vorhaben vor der Umsetzung nochmals zu evaluieren und auf seine Aktualität sowie Wirtschaftlichkeit zu überprüfen.“
„Wir wollen den Ausbau des Schienenverkehrs konsequent voranbringen. Gleichzeitig müssen wir die finanzielle Realität im Blick behalten“, betont Preusch weiter. Die zunehmend angespannte Situation sowohl bei den Investitionsmitteln als auch bei den Betriebskosten des Schienenpersonennahverkehrs – insbesondere angesichts der Entwicklung der Regionalisierungsmittel des Bundes – mache es erforderlich, sämtliche Ausbau- und Reaktivierungsprojekte einer Priorisierung zu unterziehen.
„Die verfügbaren Mittel müssen dort eingesetzt werden, wo sie den größten Nutzen für die Fahrgäste und die Mobilität in Baden-Württemberg entfalten. Deshalb wird eine Priorisierung der Projekte weiterhin notwendig sein“, so Preusch.
Vor diesem Hintergrund könne die Landesregierung derzeit keinen aktuelleren Sachstand zu den einzelnen Reaktivierungsprojekten übermitteln. Sobald die laufenden Abstimmungen abgeschlossen und die Priorisierung der Vorhaben erfolgt sei, würden weitere Informationen folgen.