Dr. Michael Preusch MdL

Asiatische Hornisse weiter auf dem Vormarsch – Gefahr für die Honigbiene

1491 Nester in 2024 gemeldet – hohe Dunkelziffer

Ursprünglich in Südostasien beheimatet hat es die Asiatische Hornisse seit einigen Jahren bis nach Europa geschafft. Bei den heimischen Bienen richtet sie großen Schaden an und gilt nicht nur unter Imkern als ernstzunehmende Bedrohung. Aus anderen Regionen wird von Schäden im Wein- und Obstbau berichtet.

Auf Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Michael Preusch berichtet das zuständige Umweltministerium von 1.491 gemeldeten Nestern im Jahr 2024. Im Vergleich zu 2023 ist das nahezu eine Verdreifachung der Meldungen (2023: 560). Vernichtet wurden nur knapp etwas mehr als die Hälfte. 

Preusch kritisiert, dass das Landes-Umweltministerium noch keine koordinierten Managementplan erstellt habe. In der Anfrage (Drucksache 17/8144) antwortet die zuständige Ministerin: „Zum aktuellen Zeitpunkt steht noch nicht fest, wie ein Management der Asiatischen Hornisse in Baden-Württemberg ausgestaltet wird und welche Ressourcen dafür notwendig sein werden.“

„Das Management Biber, Wolf und Kormoran scheint im zuständigen Ministerium eine höhere Priorität zu haben als die heimische Imkerei und die Bestäubung im Obstbau“, so Dr. Michael Preusch. Den flächenhaften Einsatz von spezielle Fangvorrichtungen, die die Honigbienen am Stock schützen sollen, habe das Ministerium bisher unter Verweis auf den Schutz der heimischen Hornisse abgelehnt.