Dr. Michael Preusch stellt parlamentarische Anfrage zu smartphonebasierten Ersthelfer-Konzepten: "Lebensrettende Technik muss in Baden-Württemberg Standard werden.“

World Restart A Heart Day 2021 am 16.10.2021:

 

 „In den Leitlinien zur Herz-Lungen-Wiederbelebung sind sie bereits erwähnt: Die sogenannten intelligenten Alarmierungssysteme für Ersthelfer. Über 70.000 Menschen erleiden in Deutschland jährlich einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Trotz aller Bemühungen der modernen Medizin wird dieser nur in 10 Prozent der Fälle überlebt“, machte CDU-Landtagsabgeordneter und Notfallmediziner am Universitätsklinikum Heidelberg, Dr. Michael Preusch, mit Blick auf den World Restart A Heart Day 2021 (WRAH) am 16. Oktober deutlich.

„Entscheidend ist der frühzeitige Beginn von Wiederbelebungsmaßnahmen durch Laien, bis Fachpersonal eintrifft“, sagte Dr. Preusch. „Um dieses Zeitintervall zu überbrücken, sollen im Notfall mögliche, in der Nähe befindliche Ersthelfer via Smartphone alarmiert und an den Notfallort geleitet werden. Diese Technik wird in einigen Ländern Europas und einzelnen Regionen in Deutschland bereits umgesetzt.“ 

Den aktuellen Einsatz solcher smartphonebasierten Systeme in Baden-Württemberg erfragt der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Dr. Michael Preusch in seiner parlamentarischen Anfrage.

„Smartphonebasierte Alarmierungssysteme für Ersthelfer werden aktuell in zehn Rettungsdienstbereichen in Baden-Württemberg eingesetzt. Die drei derzeit im Land eingesetzten Systeme – First AED, Corehelp3er und Mobile Retter – befinden sich aktuell in einer Evaluation durch das Innenministerium“, berichtet Dr. Preusch und fügt hinzu: „Ziel des Landes ist es, dass die App-Alarmierung der Ersthelfer in allen Integrierten Leitstellen landesweit einheitlich erfolgt.“ Mithilfe eines landesweit einheitlichen Systems, oder wahlweise über Schnittstellenverknüpfungen, und der Integration aller Hilfsorganisationen, solle dieses Ziel erreicht werden. Dies falle jedoch nicht in den Aufgabenbereich des Landes, sondern sei zunächst im Aufgabenbereich der Hilfsorganisationen. Diese wurden gebeten, ein für sie passendes System zu integrieren, so die Information des Innenministeriums. Grundsätzlich seien die drei im Einsatz befindlichen Systeme aber auf einem vergleichbaren und guten Leistungsniveau.

„Die Ergebnisse aus anderen Ländern und Bundesländern sollten auch uns in Baden-Württemberg motivieren. Wir müssen die Quote der Hilfeleistungen durch medizinische Laien in Baden-Württemberg steigern. Smartphonebasierte Konzepte sind dazu eine Möglichkeit“, sagte CDU-Gesundheitspolitiker Dr. Michael Preusch abschließend.

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